Choreografie heute - Bewegungsgestaltung als soziale und performative Kunst

Das Anmeldeverfahren für 2019 hat begonnen.
Das Anmeldeformular sowie weitere Informationen zum Konzept sowie den Dozentinnen finden Sie unter “Anmeldung und Aufnahmeverfahren”

Was ist zeitgenössische Choreografie? Bewegung – im Alltag, wie auch in der Kunst – ist immer Ausdruck sozialer Wirklichkeit und durch individuelle Selbst- und Weltverhältnisse geprägt. Wir gehen jedoch davon aus, dass Menschen, ungeachtet ihrer sozial-kulturellen, körperlichen oder kognitiven Voraussetzungen, in der Lage sind, Bewegung zu gestalten. Diese Gestaltungsfähigkeit sehen und nutzen wir als Potential, um erlernte und sozial geformte Bewegungsmuster bewusst wahrzunehmen, zu erweitern und für kreative Gestaltungsprozesse in unterschiedlichsten Berufsfeldern nutzbar zu machen.

Der Kurs beschreibt in seinem Ablauf eine Stückentwicklung. Besonderer Wert wird dabei auf die gebundene sowie freie Improvisation als Methode für die eigene choreografische Arbeit gelegt.

Warum diese Ausbildungsreihe?

Die Fortbildungsreihe „Choreografie heute“ vermittelt einen ganzheitlichen Zugang zu Bewegungslernen und Bewegungskomposition in heterogenen Gruppen. Dabei legen wir besonderen Wert auf das Erlangen choreografischer Gestaltungsfähigkeiten. Diese bilden eine flexible Grundlage, um Tanz und Choreografie als soziales Medium und kreatives Gestaltungsmittel in das persönliche Berufsfeld zu integrieren und in der Arbeit mit Menschen mit unterschiedlichsten sozial-kulturellen Bezügen und individuellen Voraussetzungen anzuwenden.

Der Zugang der Fortbildungsreihe ist ein somatischer. Das bedeutet, vom Körper bzw. von leiblichen Erfahrungen auszugehen. Wir orientieren uns am individuellen Bewegungsvermögen und nutzen das persönliche Bewegungsrepertoire als Lern- und Erfahrungsgrundlage.

Alltagsbewegungen wie Gehen, Sitzen, Liegen, Strecken, Rennen, Drehen und Springen bilden die Basis für individuelle und gemeinsame Suchprozesse. Den Teilnehmenden wird ein geschützter Raum geboten, die eigenen authentischen (gegenwartsidentischen) Bewegungsimpulse und choreografischen Ideen zu formulieren und auszugestalten. Die Bewegungsrecherchen und Kompositionsprozesse sind innerhalb eines flexiblen Rahmens sozialer Bezugsthemen verortet, die es den Teilnehmenden ermöglichen, sich auch mit den sozialen und politischen Aspekten von zeitgenössischen choreografischen Prozessen auseinanderzusetzen.

Einsatzmöglichkeiten

Das choreografische Handwerkszeug ermöglicht den Einsatz einer fundierten, bewegungsbasierten Methodik und Didaktik in unterschiedlichen kreativ-kulturellen Bereichen sowie in Berufen, die im Umgang mit Menschen mit unterschiedlichsten sozial-kulturellen Bezügen und individuellen Voraussetzungen kreative Mittel zur Gestaltung von Ausdruck benötigen. Das gilt besonders für die theaterpädagogische Mitarbeit an Theatern, Schulen und weiteren kulturellen Einrichtungen, für die Leitung von professionellen und semiprofessionellen Performance- und Theatergruppen (Choreografisches, Tanz- und Bewegungstheater), von schulischen Theater- und Tanztheater-AG’s oder die kreative Bearbeitung von persönlichen und gesellschaftlichen Themen in sozialen Bereichen und im weiten Feld der kulturellen  Bildung.

“If the body I dance with and the body
I work and walk with are one and the same,
I must necessarily entertain the suspicion
that all of my body’s movements are,
to a greater or lesser extent, choreographed”.
Andrew Hewitt

Zielgruppe und Anforderungen

Die Fortbildungsreihe richtet sich an Menschen, die in tänzerischen, pädagogischen, psychosozialen, künstlerischen oder darstellenden Tätigkeitsbereichen arbeiten und sich einen Zugang zu Bewegungslernen und Bewegungskomposition in heterogenen Gruppen aneignen wollen. Tänzer/innen, Schauspieler/innen, Performer/innen wie auch Lehrer/innen, Pädagog/innen und Student/innen aus unterschiedlichsten Bezugsfeldern sind eingeladen, an der Fortbildungsreihe teilzunehmen, ihre Erfahrungen einzubringen und ihr Wissen über den „bewegten Körper“ zu vertiefen.

Freude und Neugierde an Bewegung, Motivation für das eigene Spiel und für das Vermitteln von bewegungspädagogischen Methoden sollten vorhanden sein. Wir wünschen uns Experimentierfreude, Flexibilität und die Bereitschaft zur Gruppenarbeit. Es besteht eine Verpflichtung für die vereinbarte Schulungsdauer.

Module und Termine

Die Fortbildungsreihe umfasst vier Wochenend-Module und eine Intensivwoche, die inhaltlich aufeinander aufbauen.

Termine für 2019

Modul 1    23.02. bis 24.02.2019    KÖRPER mehr
Modul 2    23.03. bis 24.03.2019    RAUM mehr
Modul 3    04.05. bis 05.05.2019    ZEIT mehr
Modul 4    01.06. bis 02.06.2019    OBJEKT / BEZIEHUNG mehr

Zeiten und Kosten

Unterrichtszeiten sind samstags von 10 bis 17 Uhr, sonntags von 10 bis 16:30 Uhr und wochentags (Intensivwoche) von 10 bis 17 Uhr.

Kosten: 640,- Euro / ermäßigt 600,- Euro, Ermäßigung für Absolventen der Ausbildung
Einzelkurse 180,- Euro / ermäßigt 160,- Euro

Aufnahmeverfahren läuft.

Anmeldung und Aufnahmeverfahren

Das Aufnahmeformular können Sie unten als PDF downloaden und ausgefüllt an uns zurücksenden.
Bitte legen Sie Ihrer Anmeldung eine Beschreibung bei, in der Sie begründen, warum Sie an dieser Fortbildungsreihe teilnehmen möchten. Ebenfalls bitten wir Sie, folgende Unterlagen beizufügen: Lebenslauf und Foto sowie Nachweise über berufliche Tätigkeit, tanz- und theaterbezogene und/oder pädagogische Praxiserfahrung (falls vorhanden).

Downloads:
  1. Detaillierte Information Choreographie heute
  2. Aufnahmeantrag
  3. Vertrag

Bei Interesse nehmen Sie am besten direkt Kontakt mit uns auf:

E-Mail: info@theaterwerkstatt-heidelberg.de oder Kontaktformular

Theaterwerkstatt Heidelberg
Klingenteichstraße 8, 69117 Heidelberg
Telefon: 06221 7259556
Fax: 06221 7259549

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