Zweiteiliger Online-Kurs: Deutsch-als-Zweitsprache in der Theaterpädagogik – Sprachliche Besonderheiten in der Theaterarbeit mit Menschen mit Migrationshintergrund
Im Laufe unserer theaterpädagogischen Arbeit werden die meisten von uns irgendwann mit Menschen mit Migrationshintergrund in Berührung kommen, vor allem, wenn wir in/mit Schulen arbeiten. Im Kanton Zürich bspw. haben 40% aller Schülerinnen und Schüler eine andere Muttersprache als Deutsch. In Deutschland, zumindest in den urbanen Gegenden, sieht es ähnlich aus. Umso wichtiger, dass eine Sensibilität für ein sprachliche und kulturelle Vielfalt, aber auch für mögliche sprachliche Stolpersteine, entwickelt wird – ist ja die Theaterarbeit oftmals sehr sprachlastig (Deutsch)!
Ausgehend von meinen Fachkentnissen als DaZ-Lehrperson, werden in diesem Kurs Stolpersteine aus der Theaterpädagogischen Perspektive gesammelt, die für uns relevanten Schlussfolgerungen, Übungen, Methoden etc. aufgezeigt und erprobt.
Der Kurs ist aufgeteilt in zwei Teile.
1. Teil Dienstag 16.02. 18:30-21:00 Uhr
2. Teil Mittwoch 17.02. 18:30-21:00 Uhr
Der Kurs kann von Teilnehmenden der Theaterpädagogik Weiter- und Ausbildung in das Testatheft eingetragen werden.
Ein Anmeldeformular wird per Mail auf Anfrage versendet.



In diesem Workshop werden Imagination und Verkörperung aus der Schauspielmethode Michael Tschechows mit dem Szenischen Spiel nach Ingo Scheller verbunden. Ausgehend vom Handwerkszeug der Schauspielkunst entsteht ein Dialog zwischen Innen- und Außenwelt sowie zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung. Die gemachten Erfahrungen werden im Sinne des kunstanalogen Coachings reflektiert und kontextualisiert. Das szenische Spiel dient dabei als körperlich-imaginativer Erfahrungsraum und als Methode der Supervision, in dem persönliche Erfahrungen durch Verkörperung, Imagination und spontane Spielsituationen erforscht und reflektiert werden.
Standbildarbeit und szenische Rekonstruktion verdichten innere oder erinnerte Situationen zu Spielszenen, die weniger der Darstellung als vielmehr der Erkundung von Probehandeln dienen. Das Erlebte wird anschließend achtsam, dialogisch und nicht wertend sprachlich vertieft.
Die imaginativ-körperbezogenen Methoden Michael Tschechows ermöglichen es, atmosphärische Bilder körperlich und emotional sichtbar zu machen und diese künstlerisch-kreativ zu reflektieren. Durch innere Monologe sowie die Wiederholung oder Variation von Szenen können sich Perspektiven, Wahrnehmungen und Haltungen verändern. Die Integration von Übungen aus den „Werkgeheimnissen der Schauspielkunst“, psychologischen Gesten, Imagination, Verkörperung und inneren Figurenbildern erweitert das Handlungsspektrum kunstanalogen Coachings.
Widmung_Werkgeheimnisse_Tschechow_Schüler_Hatfield_Schmidt




