Die Heldenreise, wie sie von dem Theaterregisseur und Schauspieler Paul Rebilliot entwickelt wurde, ist ein sechstägiges, prozessorientiertes Intensivseminar, welches sich mit den Phasen von Veränderungs- und Übergangsprozessen beschäftigt, an denen sich alle bekannten Heldenmythen orientieren und mit denen auch jeder individuelle Mensch im Laufe seines Lebens immer wieder konfrontiert ist. In einem einzigartigen Ritual vereint die Heldenreise theatrale, kreative und imaginative Techniken mit Methoden der humanistischen Psychologie wie Gestalttherapie und Körperarbeit.
Für Theaterpädagog*innen bietet die Heldenreise zum einen eine inspirierende Fundgrube vielfältiger Impulse und Übungen für die eigene Arbeit mit Gruppen, zum anderen lädt sie zu einem tiefgreifenden und faszinierenden Selbsterfahrungsprozess ein. Sie ist ein optimales Werkzeug, um eigene Widerstände und Blockaden abzubauen, eine persönliche Vision (weiter-)zuentwickeln – oder auch nur zu einer noch kontaktfreudigeren und kreativeren Persönlichkeit zu werden.
Der Kurs ist im Rahmen der theaterpädagogischen Weiter- und Ausbildung mit 70 Ustd. anerkannt.
Weitere Informationen über die Intensivwoche “Die Heldenreise”
Dozent: Raphael Kassner
Diplom-Kulturwissenschaftler, Regisseur, Theaterpädagoge (BuT), Gestalt-therapeut und systemischer Gestaltcoach (IGE). Schwerpunkt meiner Arbeit ist die Entwicklung und Inszenierung von Stücken mit Jugendlichen und Erwachsenen sowie mit Schauspieler*innen der freien Theaterszene. Darüberhinaus gebe ich Workshops zu verschiedenen Themen in Unternehmen und Bildungseinrichtungen. Seit 2013 bin ich als Dozent an der Theaterwerkstatt Heidelberg tätig (biographisches Theater, chorisches Theater, episches Theater und Stückentwicklung). Meine eigene Heldenreise war für mich eine tiefgreifende und berührende Erfahrung, die mich auf den Weg gebracht hat, dieses wunderbare Seminar nun selbst zu leiten und die auch meine Haltung als Theaterpädagoge nachhaltig verändert hat.
Anmeldebogen bitte ausfüllen hier…
Information und Anmeldung:
Email: heldenreisetwhd@gmail.com
Telefon: +49 (0)176 23137933 (Raphael Kassner)
Weiteres über den Begründer des Konzepts “Heldenreise” Paul Rebillot hier…





In diesem Workshop werden Imagination und Verkörperung aus der Schauspielmethode Michael Tschechows mit dem Szenischen Spiel nach Ingo Scheller verbunden. Ausgehend vom Handwerkszeug der Schauspielkunst entsteht ein Dialog zwischen Innen- und Außenwelt sowie zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung. Die gemachten Erfahrungen werden im Sinne des kunstanalogen Coachings reflektiert und kontextualisiert. Das szenische Spiel dient dabei als körperlich-imaginativer Erfahrungsraum und als Methode der Supervision, in dem persönliche Erfahrungen durch Verkörperung, Imagination und spontane Spielsituationen erforscht und reflektiert werden.
Standbildarbeit und szenische Rekonstruktion verdichten innere oder erinnerte Situationen zu Spielszenen, die weniger der Darstellung als vielmehr der Erkundung von Probehandeln dienen. Das Erlebte wird anschließend achtsam, dialogisch und nicht wertend sprachlich vertieft.
Die imaginativ-körperbezogenen Methoden Michael Tschechows ermöglichen es, atmosphärische Bilder körperlich und emotional sichtbar zu machen und diese künstlerisch-kreativ zu reflektieren. Durch innere Monologe sowie die Wiederholung oder Variation von Szenen können sich Perspektiven, Wahrnehmungen und Haltungen verändern. Die Integration von Übungen aus den „Werkgeheimnissen der Schauspielkunst“, psychologischen Gesten, Imagination, Verkörperung und inneren Figurenbildern erweitert das Handlungsspektrum kunstanalogen Coachings.
Stephanie Gesse arbeitet seit 2014 als Gesundheits- und Pflegepädagogin (M.A.) im Bereich Fort- und Weiterbildung am Asklepios Bildungszentrum Wiesbaden. 2017 absolvierte sie die Weiterbildung „Spielleitung im Szenischen Spiel“ an der Hochschule Hannover. Von 2021 bis 2025 folgte die Weiterbildung „Theaterpädagogik (BuT)“ an der Theaterwerkstatt Heidelberg. In ihrer theaterpädagogischen Arbeit verbindet sie Methoden des Szenischen Spiels nach Ingo Scheller mit theaterpädagogischen und kunstanalogen Coachingansätzen. Inhaltlich beschäftigt sie sich insbesondere mit Kommunikation, Rollenverständnis sowie herausfordernden Situationen im Gesundheitswesen.

Ute Wieckhorst ist freischaffend in Theater, Film und Fernsehen sowie als Regisseurin und Theaterpädagogin tätig. Als Dozentin an der Theaterwerkstatt Heidelberg unterrichtet sie u.a. Workshopstrukturen, Projektplanung und Konzepte, Stanislawski-System und Methode, Theaterpädagogisches Beglerial am Theater, Methodik und Didaktik der Spielleitung.
Foto: © M. Eckert

Mirijam Kälberer, Theaterregisseurin und Theaterpädagogin (BuT). Regieassistenzen und eigene Regiearbeiten führten sie unter anderem ans Stadttheater Fürth, Stadttheater Heilbronn, zu den Nibelungen Festspielen in Worms und den Schlossfestspielen Ettlingen. Von 2019 bis 2023 war sie bei den Schlossfestspielen Ettlingen für die Abteilung der Theaterpädagogik verantwortlich. Für die Festspiele inszenierte sie im Sommer 2021 die Kinderoper “Aschenputtel” mit jungen Opernsängern und dem Ettlinger Bürgerchor. 2022 das Familienstück “Ronja Räubertochter”. In der Spielzeit 2023 folgten die Inszenierungen “Momo”, Familienstück und für den Abendspielplan “Krabat“. Für die Akademie Schloss Rotenfels ist sie als Dozentin im Bereich LITERATUR UND THEATER für Lehrkräfte tätig. Seit 2023 arbeitet sie als Theaterpädagogin am Jungen Landestheater Tübingen und inszeniert dort den professionellen Jugendclub „Junge Szene“.
Leitung 2. Tag:
Adrian Paco Ammon studierte Grundschullehramt sowie Theaterpädagogik und Bildungswissenschaften an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Dort wirkte er mehrere Jahre in verschiedenen Theatergruppen mit. Er war zudem als Lehrbeauftragter in der Theaterpädagogik der PH Heidelberg und als freier Theaterpädagoge tätig.
Regieassistenzen und -hospitanzen führten ihn an die Bremer Shakespeare Company, das ‚Institut für theatrale Zukunftsforschung‘ im Zimmertheater Tübingen und das Figurentheater der Theater Chemnitz. Ein Fokus seiner Arbeit ist ein Verständnis von Theater als Ort der Begegnung zwischen Publikum, Theaterschaffenden und Aufführungsort. Außerdem befasst er sich mit machtkritischen und partizipativen Ansprüchen an Probenprozesse. Zur Zeit arbeitet er als Regieassistenz am Jungen Landestheater Tübingen, wo er auch Bibliotheks- und Klassenzimmerstücke inszeniert.





