Oster-Intensivwoche 2019

Vom 23.-27.04.2019 fand die 53. Intensivwoche an der Theaterpädagogischen Akademie der Theaterwerkstatt Heidelberg statt: 7 Workshops mit unterschiedlichen Inszenierungen: Labore, Episches Theater, Improvisation, Biografisches Theater, Exemplarische Produktionen zu den Themen Jugendstück, Klassische Inszenierung, Spielleitung und mehr. Diese wurden abschließend auf der Bühne präsentiert und von über 100 Teilnehmern auf ihre theaterpädagogische Wirkung hin reflektiert.

Wir danken allen Studierenden und Dozenten für die gelungene Woche und für die tollen Abschlusspräsentationen!

 



Wahlkurs – Ästhetisches Forschen – Forschendes Theater

Wie findet und beforscht man mit ästhetischen Mitteln ein Thema? Was hält der uns umgebende soziale Raum für Impulse bereit, die theatral transferiert werden können und  so aus einer ungewohnten und verfremdeten Perspektive gesehen werden können? Mit den Mitteln des „Forschenden Theaters“ werden Methoden und Herangehensweisen vorgestellt, mit denen der Sozialraum beforscht und mit den Methoden einer performativen Theatersprache transformiert werden kann. Der Prozess geht vom Sammeln, Ordnen und Strukturieren über das Ästhetisieren zum Transformieren: das recherchierte Material (Gesten, Vorgänge, Erfahrungen, Beobachtungen, Texte, Bild und Ton…) wird zum Ausgangspunkt für performative Settings mit spielerischen Try Outs. So wird aus sinnlicher Sozialraumforschung theatrale Wirklichkeit.

Mag. phil Harald Volker Sommer ist regelmäßiger Dozent am Institut für Theaterpädagogik der Hochschule Osnabrück/Standort Lingen. Bis 2014 unterrichtete er Theaterpädagogik und Schauspiel an der Akademie der darstellenden Künste adk Ulm und leitete dort den Fachbereich Theaterpädagogik. Davor Lehrbeauftragter am Institut für Theater-, Film und Medienwissenschaft der Universität Wien. Von 2014 bis 2017 Leitung Theaterpädagogisches Zentrum Lingen. Seine theoretischen Lehrschwerpunkte sind u.a. Theorieansätze der Theaterpädagogik, Theorie-Praxis-Transfer, und chorisches Theater.



Wahlkurs – Storytelling und Dramaturgie

Von „Antigone“ bis „Game of Thrones“ – Menschen lieben Geschichten. Die Techniken, mit denen spannende und berührende Storys erfunden werden, sind dabei seit Jahrtausenden erstaunlich stabil. Manche Forscher vermuten gar ein gemeinsames ur-menschliches Bedürfnis hinter der Lust am Erzählen der stets gleichen Geschichte: Immer wieder folgen wir Helden, die sich mühsam einen Weg durch das chaotische Leben bahnen. In diesem Kurs erforschen wir, welche Strukturen hinter Geschichten stecken, wie spannende Figuren konstruiert werden – und wie wir diese Techniken im theaterpädagogischen Alltag einsetzen können – als Grundlage für Kurzfilme oder Bühnenstücke. Dafür beschäftigen wir uns spielerisch mit der Drei-Akt-Struktur, dem Konzept der Heldenreise und der Figurenentwicklung auf Grundlage archetypischer Muster.



Wahlkurs – Rhetorik & Präsenz – Anleiter- und Führungskompetenz im theaterpädagogischen Alltag

Übersicht der Inhalte: Theaterpädagogen sind in ihrem Berufsalltag stark in Führungskompetenzen gefragt. Körpersprache, Sprechen und Präsenz sind wichtige Voraussetzungen für überzeugtes Auftreten in der Anleitung von Gruppen. Durch Übungen werden die Fähigkeiten erfahren und verbessert.

Es werden weitere Fragen gestellt: Wie kann der TP den Raum optimal vorbereiten und nutzen? Wie kann der TP mit der Gruppe wertschätzend und umfassend präsent umgehen, ohne den Inhalt aus dem Auge zu verlieren? Was ist „der subjektive Raum“? Welche rhetorischen Hilfsmittel kann der TP anwenden, um mit einem aktiven und starken Sprachgebrauch die Gruppe zu führen? Was bedeutet Beziehungsstatus in der Anleitersituation? Diese Fragen werden erlebnisorientiert erarbeitet, auf der Erkenntnisebene bearbeitet und der Transfer für den theaterpädagogischen Berufsalltag wird hergestellt.

Methodik: Durch Erkenntnis- und Analogieübungen werden die Themen erschlossen, erlebt und mit unterschiedlichen Methoden reflektiert, sodass dann der konkrete Praxisbezug für den theaterpädagogischen Alltag hergestellt werden kann.

Lernziel: Die Teilnehmer lernen sich und ihre Fähigkeiten in „Rhetorik und Präsenz“ besser kennen, üben vor einer Gruppe zu stehen und erwerben Kenntnisse in der Anwendung „starker“ Rhetorik und dem Herstellen von Präsenz in der Anleitersituationen.

Die Teilnehmer erhalten durch die Übungen die Möglichkeit, ihre Körpersprache und ihr Sprechen, zu verbessern. Das erworbene Wissen kann als Handwerkszeug für künftige Unterrichtssituationen im Berufsalltag dienen. Die Teilnehmer verbessern und stärken ihre Führungsqualitäten.



Theaterpädagogisches »DSCHUNGEL-CAMP«

Infos und Hilfestellungen zum (Über-)Leben im theaterpädagogischen Dickicht

Wie sieht es angesichts steigender Zahlen von ausgebildeten Theaterpädagoginnen und -pädagogen mit der Berufssituation und den Marktchancen aus? Kann man als Freiberufler leben bzw. überleben? Welche Marketingstrategien können dabei helfen? Wie sind die Verdienstmöglichkeiten? Die eintägige Veranstaltung bietet eine geballte Menge an Informationen und konkreten Hilfestellungen. Weitere Themen sind u.a.: Arbeitsfelder — regionale, überregionale, internationale Vernetzung — Freiberuflichkeit und KSK — Ausschuss TIBA! etc.

Hier geht es zum Anmeldeformular.

Anfahrt und Wegbeschreibung



Theaterpädagogische Angebote in Schulen – Kooperation mit der Stadt Schwetzingen

Im Rahmen der Kooperation der Theaterwerkstatt Heidelberg mit dem Sozial- und Theaterpädagogen Joerg Steve Mohr der Stadt Schwetzingen fand in diesem Jahr zum dritten Mal gemeinsam mit dem Theater am Puls (TaP) die Anti-Mobbing-Woche statt. Sechs Theaterpädagogen rund um Sebastian Schwarz von der Theaterwerkstatt Heidelberg waren dazu in den dritten Klassen der Südstadtschule zu Gast.

Theater- und sozialpädagogische Angebote gibt es während des Schuljahrs in allen weiterführenden Schulen und Grundschulen der Spargelstadt – finanziert von der Stadt Schwetzingen mit 50000 Euro. Wir freuen uns, dass die Theaterpädagogen Selma Kirschner, Sebastian Schwarz, Mareike Schneider, Judith Schmid, Christoph Kaiser und Kerstin Kiefer von der Theaterwerkstatt Heidelberg dieses Projekt im Rahmen der Kooperation mit der Stadt Schwetzingen durchführen können.

Pressebericht Mannheimer Morgen vom 14.09.2018
Pressebericht Mannheimer Morgen vom 24.10.2018



Landesverband Theaterpädagogik Baden-Württemberg- Gründungsveranstaltung

Wir freuen uns! Am 27.04.2018 fand in der Theaterwerkstatt Heidelberg die Gründungsveranstaltung des Landesverbandes Theaterpädagogik statt.

Zur Stärkung des Berufstandes Theaterpädagogik haben sich mehrere Mitglieder des Bundesverbandes Theaterpädagogik (BuT) zusammengeschlossen, um den Landesverband Theaterpädagogik Baden-Württemberg e.V. als Interessenvertretung der Theaterpädagogen/-innen zu gründen: Vertreter des Städtischen Theaters Heidelberg, des Theaterhauses Stuttgart, Tempus Fugit Lörrach, der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg, der Jungen Ulmer Bühne, der Theaterwerkstatt Heidelberg, verschiedene frei tätige Theaterpädagogen sowie der Geschäftsführung des Bundesverbandes Theaterpädagogik BuT haben gemeinsam über die von einem Vorbereitungsteam vorab erarbeitet Satzung abgestimmt und einen Vorstand für den neuen Landesverband gewählt.

In den Vorstand des Landesverbandes wurden gewählt:

Jakob Dambacher-Walesch, Theaterhaus Stuttgart -Schwerpunkt Theaterpädagogik am Theater
Barbara Renner, freie Theaterpädagogin Sigmaringen – Schwerpunkt Theaterpädagogik im ländlichen Raum
André Uelner, Theaterwerkstatt Heidelberg – Schwerpunkt Musiktheaterpädagogik

Als Beisitzer wurden gewählt:

Thorsten Blank, Systemischer Personal & Business Coach, Lörrach – Schwerpunkt TPZ, Verbandsarbeit
Patricia Jarry, freie Theaterpädagogin, Karlsruhe – Schwerpunkt Kulturvereine
Martin Rheinschmidt, freier Theaterpädagoge Gernsbach – Schwerpunkt Amateurtheater
Wolfgang G. Schmidt, Theaterwerkstatt Heidelberg – Schwerpunkt Fort- und Ausbildungsinstitutionen

 

v.l.n.r. Wolfgang G. Schmidt, Thorsten Blank, Jakob Dambacher-Walesch,
Patricia Jarry, Barbara Renner, André Uelner, abwesend: Martin Rheinschmidt

Die Geschäftsstelle des Landesverbandes wird an der Theaterwerkstatt Heidelberg angegliedert sein,  nach Eintrag im Vereinsregister wird der neue Vorstand seine Arbeit aufnehmen. Wir freuen uns sehr darauf, dann ein regionales Netzwerk und Vertretung aller Theaterpädagogen in Baden-Württemberg, ob frei oder angebunden an Institutionen aufzubauen.

 

 



Landesverband Theaterpädagogik Baden-Württemberg- Gründungsveranstaltung

Wir freuen uns! Am 27.04.2018 um 18 Uhr findet in der Theaterwerkstatt Heidelberg die Gründungsveranstaltung des Landesverbandes Theaterpädagogik statt. Alle Mitglieder des Bundesverbandes Theaterpädagogik(BuT) aus Baden-Württemberg sind eingeladen, an der Gründungsveranstaltung teilzunehmen und sich einzubringen.

Zur Stärkung des Berufstandes Theaterpädagogik haben sich mehrere Mitglieder des Bundesverbandes Theaterpädagogik (BuT) zusammengeschlossen, um den Landesverband Theaterpädagogik Baden-Württemberg e.V. als Interessenvertretung der Theaterpädagogen/-innen zu gründen.

Aus diesem Anlass laden wir Sie/Euch hiermit herzlich zur Gründungsversammlung am Freitag, 27.04.2018 um 18 Uhr in der Theaterwerkstatt Heidelberg, Klingenteichstrasse 8 in Heidelberg ein.



Theaterpädagogisches Manifest

Mehr Drama, Baby und das theaterpädagogische Manifest.

Am 5. Mai 2017 wurde in der Theaterwerkstatt Heidelberg das »Theaterpädagogische Manifest« der Öffentlichkeit vorgestellt. In einem zwei Jahre dauernden Prozess war es bundesweit verbands- und organisationsübergreifend erarbeitet  worden und bündelt heute die fundierte Erfahrungen dazu, was gelingende theaterpädagogische Arbeit braucht. Es soll als Leitlinie für Fachkräfte, Kulturschaffende, Auftraggeber, Politiker und Geldgeber die zielführende Kommunikation zu seiner solchen, gelingenden Arbeit vereinfachen. Theaterpädagogische Projekte, Kurse und Gruppen sind zwar heute ein wesentlicher Bestandteil kultureller Bildungsangebote und die Qualität theaterpädagogischer Ausbildung ist so hoch wie nie zuvor, aber notwendige Rahmenbedingungen für theaterpädagogische Arbeit sind der Öffentlichkeit noch wenig bewusst.