CAS-Modul 1: Theaterpädagogik und Psychologie


Psychologie versucht Menschen auf den Ebenen von Erleben und Verhalten zu verstehen. Kon-flikte oder Belastungen werden im Gespräch bearbeitet, es werden Alternativen entworfen und die Umsetzung wird besprochen. Auch im Theaterspiel geht es um Konflikte, abgelehnte Liebe, Macht, Intrigen, Lust oder Verführung, um Bedürfnisse und dass was Menschen damit tun. Es geht aber nicht um die Veränderung oder Bearbeitung der Themen, sondern um das Erzählen was sich ereignet. In der Theaterpädagogik stehen die Erfahrungen für sich, sie können von ihrer Natur her weder richtig noch falsch sein. Sie sind, was sie sind, Spuren von Erlebnissen. Erfahrungen als das zu nehmen was sie sind, ohne jeglichen Veränderungsanspruch erfordert volles Annehmen. Das Annehmen der Erfahrungen würde man in der Beratung oder Therapie als Empathie bezeichnen. Empathie ist kein künstlerisches Konzept in der Kunst spielt Empathie keine Rolle. Andererseits sind Empathie und die Mitschwingungsfähigkeit von Menschen eine Basis künstlerischen Arbeitens eine Begegnung damit von Psychologie und Kunst. Das Spielefrische der Theaterpädagogik ermöglicht Leichtigkeit und öffnet den Raum für neue Erfahrungen.

1. Tag – Die Teilnehmenden erhalten in diesem Modul eine Einführung in grundlegende Modelle der Psychologie der Emotionrsegulation sowie den Kontext wie diese Konzepte in einer spielerischen Weise umgesetzt werden können. Im Mittelpunkt steht das erfahren und erkunden psychologischer Qualitäten wie prägende Erfahrungen erlebte Geschichten und die Umsetzung in eine spielerische Ebene. Spiel bietet dabei die Möglichkeit eine Form von Achtsamkeit zu sein. Es wird mit Imaginationen Hypnose und Innenbildern gearbeitet, welche zur Gestaltung von Szenen genutzt werden. Die Teilnehmenden über Flexibilität und das Leiten von Gruppen.

2. Tag – Künstlerische Forschung. Künstlerische ressourcenorientierte Methoden in Beratung und Coaching. In der Regel ist die Hauptmethode der Beratung Sprache. Welche zusätzlichen oder ergänzenden Möglichkeiten tun sich auf, wenn in der Beratung auch künstlerische oder gestalterische Methoden eingesetzt werden. Wie kann ein Beratungsprozess mit Hilfe von Methoden aus dem Bereich Theater ergänzt werden. Ressourcenorientierte Methoden der Beratung und Gestaltung der Beratung mit künstlerischer Praxis ermöglicht Erfahrungsräume, die mehr ins Erleben führen. Veränderungsprozesse können sichtbarer werden.

Veröffentlichung u.a. hier…

Prof. Dr. Günther Wüsten, Psychologischer Psychotherapeut, Theatermensch, klinischer Hypnotherapeut Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Hypnotherapie (DGH). Supervisor in der Psychosozialen Praxis und Psychiatrie. Dozent in der Psychotherapieausbildung PSP Basel und Ausbilder für Supervision.

Besuch der Schauspielakademie Zürich, Studium der Theaterpädagogik an der Theaterwerkstatt Heidelberg. Theaterprojekte im Kulturzentrum Lübeck. Forschendes Theater im K Haus Basel. Leitung des MAS Programms Psychosoziale Beratung mit Schwerpunkt Ressourcenorientierte Beratung. Arbeitet am Institut Beratung Coaching und Sozialmanagement der Fachhochschule Nordwestschweiz Hochschule für Soziale Arbeit und in freier Praxis.

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unter der Leitung von Prof. Dr. Günther Wüsten (Psychotherapeut, Dozent, Universität Basel)
Wo? Theaterwerkstatt Heidelberg
Wann? 13.03.2027 - 14.03.2027 10:00 - 17:00 Uhr