BF21-1 Exemplarische Produktion: Postdramatisches Theater
Postdramatisches Theater befragt das Konzept des Dramas und findet dabei Theaterformen, die eine zeitgemäße Antwort suchen auf die Geschehnisse unserer Zeit: zunehmende Medialisierung hat Konsequenzen für die Sehgewohnheiten, als auch auf die Themen des Theaters. Das Theater als eigenes Medium thematisiert das Live Erlebnis eines Theaterereignisses, das konkret sinnlich erfahren wird (Materialitätsdiskurse). Im Spiel mit der Wahrnehmung findet eine Sensibilisierung für unterschiedliche Wahrnehmungsweisen statt. Das Wahrnehmen an sich wird thematisch. Theater versteht sich hier zudem als ein Ort der Versammlung, an dem sich fluide „Forschergemeinschaften“ treffen. Hans Thies Lehmann, der den Begriff des Postdramatischen Theaters erfunden hat spricht vom “Einbruch des Realen”, der zu performativen Theaterformen führt und die Erfahrungen und Perspektiven der Akteure thematisiert.
In diesem Kurs geht es um die Einführung in die theaterpädagogische Praxis postdramatischer Theaterformen. Dabei soll insbesondere auf den Ansatz des Forschenden Theaters und das Konzept des Ästhetischen Forschens von Helga Kämpf Jansen eingegangen werden, das als eine Form postdramatischer Theaterpädagogik gekennzeichnet werden kann. Insbesondere will Forschendes Theater die Fragen und Themen der Teilnehmenden ernst nehmen und nutzt dabei performativ erkundende Strategien, um diesen Fragen zu folgen. Forschendes Theater ist stark prozessorientiert und will eigenwilligen Suchbewegungen Raum geben, und damit in einen Raum einladen, indem viele Aushandlungsprozesse und kollektives Denken stattfinden.
In diesem Kurs als Exemplarische Produktion geht es um eine Projektentwicklung aus einem Themenfeld mittels Strategien des Forschenden Theaters, Formen der Recherche und um das Entwickeln von Texten und kleinen Performances. Zudem sollen Grundbegriffe des Konzeptes Postdramatisches Theater erfahrbar werden: Collage, Montage, Simultanität von Geschehnissen auf der Bühne. Einführen und Erproben des Begriffs Performance.
unter der Leitung von Katja Fillmann (Regisseurin, Theaterwissenschaftlerin)
Wann? 01.11.2023 - 05.11.2023 Mi. - Fr. 10:00 - 17:00, Sa. 10:00- 21:00, So. 10:00 - 16:30

Stephanie Gesse arbeitet seit 2014 als Gesundheits- und Pflegepädagogin (M.A.) im Bereich Fort- und Weiterbildung am Asklepios Bildungszentrum Wiesbaden. 2017 absolvierte sie die Weiterbildung „Spielleitung im Szenischen Spiel“ an der Hochschule Hannover. Von 2021 bis 2025 folgte die Weiterbildung „Theaterpädagogik (BuT)“ an der Theaterwerkstatt Heidelberg. In ihrer theaterpädagogischen Arbeit verbindet sie Methoden des Szenischen Spiels nach Ingo Scheller mit theaterpädagogischen und kunstanalogen Coachingansätzen. Inhaltlich beschäftigt sie sich insbesondere mit Kommunikation, Rollenverständnis sowie herausfordernden Situationen im Gesundheitswesen.

Ute Wieckhorst ist freischaffend in Theater, Film und Fernsehen sowie als Regisseurin und Theaterpädagogin tätig. Als Dozentin an der Theaterwerkstatt Heidelberg unterrichtet sie u.a. Workshopstrukturen, Projektplanung und Konzepte, Stanislawski-System und Methode, Theaterpädagogisches Beglerial am Theater, Methodik und Didaktik der Spielleitung.
Foto: © M. Eckert

Mirijam Kälberer, Theaterregisseurin und Theaterpädagogin (BuT). Regieassistenzen und eigene Regiearbeiten führten sie unter anderem ans Stadttheater Fürth, Stadttheater Heilbronn, zu den Nibelungen Festspielen in Worms und den Schlossfestspielen Ettlingen. Von 2019 bis 2023 war sie bei den Schlossfestspielen Ettlingen für die Abteilung der Theaterpädagogik verantwortlich. Für die Festspiele inszenierte sie im Sommer 2021 die Kinderoper “Aschenputtel” mit jungen Opernsängern und dem Ettlinger Bürgerchor. 2022 das Familienstück “Ronja Räubertochter”. In der Spielzeit 2023 folgten die Inszenierungen “Momo”, Familienstück und für den Abendspielplan “Krabat“. Für die Akademie Schloss Rotenfels ist sie als Dozentin im Bereich LITERATUR UND THEATER für Lehrkräfte tätig. Seit 2023 arbeitet sie als Theaterpädagogin am Jungen Landestheater Tübingen und inszeniert dort den professionellen Jugendclub „Junge Szene“.
Leitung 2. Tag:
Adrian Paco Ammon studierte Grundschullehramt sowie Theaterpädagogik und Bildungswissenschaften an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Dort wirkte er mehrere Jahre in verschiedenen Theatergruppen mit. Er war zudem als Lehrbeauftragter in der Theaterpädagogik der PH Heidelberg und als freier Theaterpädagoge tätig.
Regieassistenzen und -hospitanzen führten ihn an die Bremer Shakespeare Company, das ‚Institut für theatrale Zukunftsforschung‘ im Zimmertheater Tübingen und das Figurentheater der Theater Chemnitz. Ein Fokus seiner Arbeit ist ein Verständnis von Theater als Ort der Begegnung zwischen Publikum, Theaterschaffenden und Aufführungsort. Außerdem befasst er sich mit machtkritischen und partizipativen Ansprüchen an Probenprozesse. Zur Zeit arbeitet er als Regieassistenz am Jungen Landestheater Tübingen, wo er auch Bibliotheks- und Klassenzimmerstücke inszeniert.

Zum Stück:
Nichts ist geplant. Alles ist möglich. Und genau das ist der Reiz.
Am Donnerstag, den 02.07., heißt es wieder: What’s Next? Der Improvisationstheaterabend des Donnerstagskurses geht in die nächste Runde – mit einer lebendigen Mischung aus spontanen Games, überraschenden Szenen und längeren improvisierten Geschichten.
Was an diesem Abend passiert, weiß vorher niemand. Nicht die Spielerinnen und Spieler. Nicht das Publikum. Und genau daraus entsteht Theater, das nur in diesem einen Moment existiert: aus einem zugerufenen Wort, einer kleinen Idee, einem Blick, einer Entscheidung – und dem Mut, einfach loszugehen.
Mal wird es komisch, mal absurd, mal berührend. Vielleicht entsteht aus einem harmlosen Satz plötzlich eine ganze Welt. Vielleicht wird aus einer Figur ein Held wider Willen. Vielleicht öffnet sich eine Tür, hinter der niemand wusste, was wartet. Und vielleicht ist genau das die schönste Frage des Abends:
What’s next?
Der Abend verbindet die Energie klassischer Impro-Games mit dem erzählerischen Reiz längerer Formen. Das Publikum darf mitfiebern, lachen, staunen und erleben, wie aus dem Nichts Szenen, Beziehungen und Geschichten entstehen. Jede Aufführung ist einmalig – denn alles entsteht live, direkt vor euren Augen.
Ein Abend für alle, die Lust auf Theater haben, das frisch, unvorhersehbar und voller Spielfreude ist. Für Freundinnen und Freunde der Improvisation genauso wie für alle, die einfach einen besonderen Theaterabend erleben möchten.
Kommt vorbei und lasst euch überraschen, mitreißen und begeistern. Denn bei What’s Next? ist die Antwort immer offen.
Hard Facts!
Spielleitung: Alexandra Walter & Sebastian Schwarz
Bitte beachte, dass wir nur über eingeschränkte Parkmöglichkeiten in der Klingenteichstraße verfügen. Hinweise über Parkmöglichkeiten findest Du hier: 
Zur Werkschau:
Tante Roswita hat Geld. Viel Geld.
Und schlechte Laune - niemand kann es ihr recht machen.
Oder sollten wir besser sagen: Sie leidet an chronischem Kontrollzwang?
Während die alte Dame ihr Umfeld kontrolliert und alle an ihre Grenzen bringt, entstehen um sie herum plötzlich große Pläne.
Zwischen Hoffnung, Wut und wachsendem Druck beginnt eine Auseinandersetzung:
Was ist gerecht? Wie weit darf man gehen?
Das Junge Theater EINS hat sich in dieser Spielzeit mit Macht, Wünschen und gefährlichen Gedanken beschäftigt - und mit einer Frage, die beantwortet werden will.
Spielleitung: Clara Ciliox-Schütz
Bitte beachte, dass wir nur über eingeschränkte Parkmöglichkeiten in der Klingenteichstraße verfügen. Hinweise über Parkmöglichkeiten findest Du hier: 
Zum Stück:
Die Ü60-Theatergruppe hat sich mit bekannten Kunstwerken quer durch die Geschichte beschäftigt – mit allen Sinnen, mit Fantasie und Neugier. So werden Gemälde zum Leben erweckt, in Bewegung versetzt, in Klänge übersetzt – und erscheinen in neuem Licht.
Die Spielerinnen und Spieler bringen die Vielseitigkeit der Kunst auf die Bühne und nähern sich ihr mal humorvoll und energetisch, mal nachdenklich und vorsichtig. Sie schlüpfen in verschiedene Rollen oder verbinden die Kunstwerke mit eigenen Lebensgeschichten.
Ein Theaterabend der besonderen Art!"
Spielleitung: Beate Metz, Nelly Sautter
Das Projekt wird gefördert vom Landesverband Amateurtheater Baden-Württemberg e. V.
Bitte beachte, dass wir nur über eingeschränkte Parkmöglichkeiten in der Klingenteichstraße verfügen. Hinweise über Parkmöglichkeiten findest Du hier: 

