Modul 5 TdU: im Kontext von Politik und Therapie
Dieses Modul untersucht die Schnittstellen des Theater der Unterdrückten mit Politik und Therapie an den Beispielen von Brechts Lehrstücktheorie, Morenos Psychodrama und weiteren Formaten, die auf die Veränderung von gesellschaftlichen Strukturen und persönlichen Blockaden abzielen. Im weiteren Verlauf werden wir uns mit bestehenden Strukturen und Projekten auf europäischer und internationaler Ebene auseinandersetzen. Dabei werden wir uns mit verschiedenen Vernetzungs- und Fördermöglichkeiten für die konkrete Umsetzung von Projekten beschäftigen.
Themen:
Tag 1 Lorenz Hippe:
TdU im Kontext theatraler und therapeutischer Verfahren
Psychodrama und Lehrstück im Kontext von TdU
Tag 2 Ida Knoß:
Praktische Übungen zu politischen und therapeutischen Interventionen
Austausch über globale Netzwerke und Fördermöglichkeiten zur Durchführung von Projekten
ECTS: 6
CAS: 4

Lorenz Hippe
absolvierte angewandte Theaterwissenschaft in Gießen, ist Psychodrama-Assistent und nahm bereits während seines Studiums an zahlreichen Workshops mit Augusto Boal teil. Seitdem arbeitet er mit den Methoden in sozialen, politischen und künstlerischen Zusammenhängen. An der Theaterwerkstatt Heidelberg leitet er seit über zehn Jahren in der theaterpädagogischen Weiterbildung regelmäßig Seminare zum Theater der Unterdrückten. Er war Dramaturg und Theaterpädagoge am Theater Heidelberg, Vorsitzender des Bundesverbandes Theaterpädagogik e.V., ist Autor zahlreicher Theaterstücke, Fachbücher, sowie weiterer Publikationen. Als Dozent ist er bundesweit an Hochschulen und Akademien aktiv. Lorenz Hippe lebt in Berlin.

Ida Knoß
wirkt als freischaffende Theaterpädagogin BuT® im gesellschaftspolitischen Bereich. Vor ihrer Ausbildung an der Theaterwerkstatt Heidelberg (2022/23) schloss sie ihren Bachelor in Philosophie und Politikwissenschaft ab, engagierte sich in politischen Initiativen und absolvierte verschiedene Praktika im politischen Bereich. Nach ihrer Ausbildung reiste sie nach Indien, um dort mit Jana Sanskriti, der weltweit größten Theater der Unterdrückten–Gruppe zu leben und zu forschen. Seitdem arbeitet sie deutschlandweit in verschiedenen Forumtheater–Projekten und erforscht europaweit Kontexte, in denen die Konzepte des TdU Anwendung finden können. Seit Sommer 2024 gibt sie ihre Erfahrungen als Dozentin an der Theaterwerkstatt Heidelberg weiter.
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unter der Leitung von Lorenz Hippe (Autor, Theaterwissenschaftler, Theaterpädagoge)
Wo? Theaterwerkstatt Heidelberg
Wann? 09.05.2026 - 10.05.2026 10:00 - 17:00 Uhr (Demnächst)

Stephanie Gesse arbeitet seit 2014 als Gesundheits- und Pflegepädagogin (M.A.) im Bereich Fort- und Weiterbildung am Asklepios Bildungszentrum Wiesbaden. 2017 absolvierte sie die Weiterbildung „Spielleitung im Szenischen Spiel“ an der Hochschule Hannover. Von 2021 bis 2025 folgte die Weiterbildung „Theaterpädagogik (BuT)“ an der Theaterwerkstatt Heidelberg. In ihrer theaterpädagogischen Arbeit verbindet sie Methoden des Szenischen Spiels nach Ingo Scheller mit theaterpädagogischen und kunstanalogen Coachingansätzen. Inhaltlich beschäftigt sie sich insbesondere mit Kommunikation, Rollenverständnis sowie herausfordernden Situationen im Gesundheitswesen.

Ute Wieckhorst ist freischaffend in Theater, Film und Fernsehen sowie als Regisseurin und Theaterpädagogin tätig. Als Dozentin an der Theaterwerkstatt Heidelberg unterrichtet sie u.a. Workshopstrukturen, Projektplanung und Konzepte, Stanislawski-System und Methode, Theaterpädagogisches Beglerial am Theater, Methodik und Didaktik der Spielleitung.
Foto: © M. Eckert

Mirijam Kälberer, Theaterregisseurin und Theaterpädagogin (BuT). Regieassistenzen und eigene Regiearbeiten führten sie unter anderem ans Stadttheater Fürth, Stadttheater Heilbronn, zu den Nibelungen Festspielen in Worms und den Schlossfestspielen Ettlingen. Von 2019 bis 2023 war sie bei den Schlossfestspielen Ettlingen für die Abteilung der Theaterpädagogik verantwortlich. Für die Festspiele inszenierte sie im Sommer 2021 die Kinderoper “Aschenputtel” mit jungen Opernsängern und dem Ettlinger Bürgerchor. 2022 das Familienstück “Ronja Räubertochter”. In der Spielzeit 2023 folgten die Inszenierungen “Momo”, Familienstück und für den Abendspielplan “Krabat“. Für die Akademie Schloss Rotenfels ist sie als Dozentin im Bereich LITERATUR UND THEATER für Lehrkräfte tätig. Seit 2023 arbeitet sie als Theaterpädagogin am Jungen Landestheater Tübingen und inszeniert dort den professionellen Jugendclub „Junge Szene“.
Leitung 2. Tag:
Adrian Paco Ammon studierte Grundschullehramt sowie Theaterpädagogik und Bildungswissenschaften an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Dort wirkte er mehrere Jahre in verschiedenen Theatergruppen mit. Er war zudem als Lehrbeauftragter in der Theaterpädagogik der PH Heidelberg und als freier Theaterpädagoge tätig.
Regieassistenzen und -hospitanzen führten ihn an die Bremer Shakespeare Company, das ‚Institut für theatrale Zukunftsforschung‘ im Zimmertheater Tübingen und das Figurentheater der Theater Chemnitz. Ein Fokus seiner Arbeit ist ein Verständnis von Theater als Ort der Begegnung zwischen Publikum, Theaterschaffenden und Aufführungsort. Außerdem befasst er sich mit machtkritischen und partizipativen Ansprüchen an Probenprozesse. Zur Zeit arbeitet er als Regieassistenz am Jungen Landestheater Tübingen, wo er auch Bibliotheks- und Klassenzimmerstücke inszeniert.





