Warum diese Fortbildungsreihe?

Musiktheaterpädagogik und Musikvermittlung als ästhetische Praxis

Das Arbeitsfeld der Theaterpädagogik hat sich fest an Theatern, Schulen, soziokulturellen Zentren und weiten kulturellen Einrichtungen etabliert und unterschiedlichste Themen werden theaterpädagogisch behandelt. Zwischenzeitlich ist nun auch das Feld der Musiktheaterpädagogik zunehmend in den Fokus gerückt. Dennoch ist eine flächendeckende Verteilung fester Planstellen für Musiktheaterpädagogen an o.g. Kultureinrichtungen noch nicht gegeben und Inhalte müssen anderweitig bedient werden. Dieser Situation will diese Fortbildungsreihe Rechnung tragen und praktisches Handwerkszeug vermitteln. Theaterpädagogen an Drei-Sparten-Häusern, die beispielsweise keine eigene musiktheaterpädagogische oder Musik-vermittelnde Abteilung besitzen, aber eben auch LehrerInnen und PädagogInnen wird somit die Möglichkeit gegeben, diese Bereiche zu bedienen.

Fortbildungsprogramm

Die Fortbildungsreihe „Musik-Szene“ vermittelt einen umfassenden Zugang zum Erfahren und zum szenischen Behandeln von Musik in heterogenen Gruppen. Dabei legen wir besonderen Wert auf das Erlangen interpretatorischer Gestaltungsfähigkeit. Diese bilden eine Grundlage, um Musik und Gesang als soziales Medium und kreatives Gestaltungsmittel in das persönliche Berufsfeld zu integrieren und in der Arbeit mit Menschen mit unterschiedlichsten soziokulturellen Bezügen und individuellen Voraussetzungen anzuwenden.

Der Zugang der Fortbildungsreihe ist ein gestalterischer. Dabei legen wir den Schwerpunkt der Auseinandersetzung mit Musik in das eigene Gestalten. Welche Haltung finde ich dabei im sprichwörtlichen Sinne zu einer Musik in dem Raum, in dem sie erklingt. Das bedeutet, die Impulse, die eine Gruppe und der Raum mir bieten aufzugreifen und als Echogestalter im Rahmen meiner persönlichen Erfahrungsgrundlagen zu agieren.

Einsatzmöglichkeiten

Das musiktheaterpädagogische Handwerkszeug ermöglicht den Einsatz einer fundierten Methodik und Didaktik in unterschiedlichen kreativ-kulturellen Bereichen sowie in Berufen, die im Umgang mit Menschen mit unterschiedlichsten sozokulturellen Bezügen und individuellen Voraussetzungen kreative Mittel zur Gestaltung von Ausdruck benötigen. Das gilt besonders für die musiktheaterpädagogische und musikvermittelnde Mitarbeit an Theatern, Opern- und Konzerthäusern, Orchestern, Schulen und weiteren kulturellen Einrichtungen, für die Leitung von professionellen und semiprofessionelle Instrumental- und Musiktheaterensembles oder Chören.

Zielgruppe

Die Fortbildungsreihe soll eine Brücke schlagen zwischen den Bereichen der Musiktheaterpädagogik und der Musikvermittlung. Menschen, die in musikalischen, pädagogischen, psychosozialen, künstlerischen oder darstellenden Tätigkeitsbereichen arbeiten und sich sowohl einen Zugang zur Vermittlung von Musik als auch zur theatralen Behandlung von Musik in heterogenen Gruppen aneignen wollen. MusikerInnen, SchauspielerInnen, PerformerInnen wie auch LehrerInnen, PädagogInnen und StudentInnen aus unterschiedlichsten Bezugsfeldern sind eingeladen, an der Fortbildungsreihe teilzunehmen, ihre Erfahrungen einzubringen und ihr Wissen über das Erleben und Ausüben von Musik zu vertiefen.

Freude und Neugierde an Musik, Motivation für das eigene Spiel und für das Vermitteln von musiktheaterpädagogischen Methoden sollten vorhanden sein. Eine fundierte musikalische Ausbildung sowie Notenkenntnisse sind ausdrücklich kein Kriterium für die Teilnahme an dieser Fortbildungsreihe.

Wir wünschen uns Experimentierfreude, Flexibilität und die Bereitschaft zur Gruppenarbeit. Es besteht eine Verpflichtung für die vereinbarte Schulungsdauer.

Module und Termine

Die Fortbildungsreihe umfasst fünf Wochenend-Module und eine Intensivwoche, die inhaltlich aufeinander aufbauen. In der Intensivwoche werden die Themenschwerpunkte der einzelnen Module zusammengeführt und vertieft.

Modul 1   30.09. bis 01.10.2017    Musiktheater: Oper et cetera mehr

Modul 2   25.11. bis 26.11.2017    Szenische Interpretation von Musik mehr

Modul 3   27.01. bis 28.01.2018    Site Specific Percussion mehr

Modul 4   24.03. bis 25.03.2018    Musiktheatrales Komponieren mit Klanggestalten mehr

Modul 5   02.06. bis 03.06.2018    Soundpainting mehr

Modul 6   27.07. bis 31.07.2018    Musiktheater mehr

Lernziele und Methode

Der Schwerpunkt liegt auf der Wahrnehmung musikalischer Ereignisse und Prinzipien sowie deren szenische Umsetzung. Daraus ergeben sich folgende Lernziele, die miteinander verknüpft sind:

  1. 1. Vermittlung und Ausbau von Fähigkeiten zur Wahrnehmung musikalischer Ereignisse
  2. 2. Praktische und theoretische Kenntnisse über musikalische Prinzipien
  3. 3. Elementare Kompositionsfertigkeiten im musikalischen und szenischen Sinne
  4. 4. Individuelle Ausdruckspotentiale innerhalb einer Gruppenarbeit entfalten.
  5. 5. Musikbezogene sowie musiktheatrale Spielleiterkompetenz erlangen.

Zeiten und Kosten

Zeiten: Die Gesamtstundenzahl der Fortbildungsreihe beträgt rund 130 Unterrichtstunden. Unterrichtszeiten sind samstags von 10 bis 17 Uhr, sonntags von 10 bis 16:30 Uhr und wochentags (Intensivwoche) von 10 bis 17 Uhr. Abweichungen können z.B. in der Intensivwoche oder anhand von Theaterbesuchen vorkommen und werden frühzeitig besprochen.

Schulungsgebühr Fortbildungsreihe: 1.550€, ermäßigt 1.250€ Das Aufnahmeverfahren läuft.

Anmeldung

Allgemeine Informationen und Aufnahmeverfahren

Das Aufnahmeformular können Sie unten als PDF downloaden und ausgefüllt an uns zurücksenden.

Bitte legen Sie Ihrer Anmeldung eine Beschreibung bei, in der Sie begründen, warum Sie an dieser Fortbildungsreihe teilnehmen möchten. Ebenfalls bitten wir Sie, folgende Unterlagen beizufügen: Lebenslauf und Foto sowie Nachweise über berufliche Tätigkeit, tanz- und theaterbezogene und/oder pädagogische Praxiserfahrung (falls vorhanden).
In der Regel folgt nach der Einsendung des Aufnahmeantrages ein persönliches Kennlerngespräch oder die Einladung zu einem Aufnahmeworkshop.

Bitte füllen Sie zur schnelleren Bearbeitung Ihrer Bewerbung zusätzlich auch das digitale Anmeldeformular auf der Website aus (unten).

Sollten Sie Fragen haben, beantworten wir Ihnen diese gerne telefonisch oder per Email.

Downloads:
  1. Konzept, Kosten und Anmeldung

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Schul- und Berufsabschluss

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Für welches Format möchten Sie sich bewerben?

Folgenden Punkten fügen Sie bitte Belege und Kopien bei:
Berufsabschuss und/oder berufsähnliche Erfahrungen

Begründung der Teilnahme

Bisherige künstlerische und/oder pädagogische Erfahrungen

Hiermit bitte ich um eine Einladung zu einem Aufnahmeworkshop:
ja ich nehme teil!
(Die Workshopgebühr beträgt 30,00 Euro und wird nach der Einladung bzw. der Teilnahmebestätigung von mir auf das Konto der Heidelberger Volksbank: IBAN: DE27 6729 0000 0120975005, BIC: GENODE61HD1 überwiesen.)